Sicherlich ist das Unterkleid die Freundin vieler Leserinnen. Es ist eine zusätzliche Schicht im Winter und verhindert meistens, dass der Rock das Bein hinauf krabbelt. Außerdem wird die Überkleidung geschont, was sicher gerade bei alten originalen Kleidern oder Selbstgenähtem sinnvoll ist. Außerdem: Haben Sie schon einmal ein etwas kratziges altes Wollkleid ohne Futter ohne Unterkleid getragen? Nicht besonders angenehm… Tipps aus Frau Auredens Schönheitsratgeber von 1955 zum Thema Wäsche können Sie in der nächsten Woche hier im Salon nachlesen.

Im modernen Handel hat man leider keine große Auswahl an Unterkleidern. Entweder man wird in der „Oma“-Wäscheabteilung fündig und begnügt sich eher mit schmucklosen Teilen oder man muss im Internet und 2nd-Hand auf die Suche gehen. Etwas Schickes nach dem ganz eigenen Geschmack bekommt man also am schnellsten und günstigsten, wenn man es selbst macht.

Ich habe mir den Schnitt Nr. 219 von Folkwear bei Nehelenia Patterns bestellt. Er lohnt sich, weil es hier nicht nur Anleitungen und Schnittmuster fürs Unterkleid gibt, sondern auch für Hemdchen, Teddies und französische Höschen. Die Schnitte sind den 1920er bis 40er Jahren entlehnt, die Anleitung ist auf Englisch.

Das Schnittmuster vom Bogen übertragen finde ich persönlich immer recht nervig, aber mit einer durchsichtigen Schnittmusterfolie und Folienstift ist dieser Schritt leicht getan. Ich habe mir leichte Futterstoffe ausgesucht, die sind nicht teuer und zum Teil sogar antistatisch.

Der Schnitt des Unterkleides ist ein schlichter Bias-Cut (der Stoff wird also im schrägen Fadenverlauf verarbeitet) und kann sicher noch variiert werden. Die vordere wie auch die hintere Hälfte bestehen aus je vier Teilen (die Träger sind nicht eingerechnet).

Zunächst setzt man die jeweils drei Hauptteile von Vorder- und Rückseite zusammen und schließt die Seitennähte. Unser Ziel ist also dieses:

Dabei kommt zunächst ein Schritt der etwas Geduld erfordert, man muss nämlich, um Unannehmlichkeiten beim Tragen zu verhindern die Nahtkanten, die später unter der Brust bzw. den Schulterblättern verlaufen, einschlagen. Das ist kompliziert darzustellen und zu erklären, weshalb ich auch erstmal die Anleitung nicht verstanden habe. Aber keine Angst, liebe Leser, mit ein bisschen Übung ist dieser Schritt später auch nicht mehr so schlimm. Die Nahtzugabe wird nach oben gebügelt (überhaupt ist Bügeln sehr hilfreich bei diesem Schritt).

Dann schlägt man sie zusammen mit dem Schnittteil auf dem sie nun aufliegt nach unten ein und bügelt das Schnitteil dann wieder nach oben. Im Profil sieht dass dann ungefähr so aus.

Diese vergängliche Falterei wird dann schnell so auf der Außenseite festgesteckt (das Bild ist übrigens beim Basteln des Probestücks entstanden, der Stoff war viel griffiger):

Wenn Sie das dann alles festgenäht haben ist schonmal ein nerviger Teil überstanden. Vorder- und Rückseite können nun zusammengenäht werden. Im Schnitt wird all das unter "Step One" abgehandelt.

Nun werden an den Spitzen des vorderen und hinteren Teils die Träger nach unten (!) angenäht, in der Anleitung gibt es ein entsprechendes Bild. Die Träger an sich können Sie aus dem Futterstoff machen wie es in der Anleitung steht oder Sie finden ein passendes Band, das Sie einfach nur auf der Länge zuschneiden müssen #smart ;-)

Dann wird es wieder etwas friemelig – auch hier hilft viel Bügeln. Die Zickzack-Streifen im Schnitt helfen die Nahkanten am oberen Abschluss des Kleides elegant zu verstecken. Sie werden an den Seiten zusammengeheftet und dann rechts auf rechts auf dem Kleid angenäht.

Dann schlagen Sie das Ganze nach Innen um und haben hoffentlich einen schönen oberen Abschluss. Die untere Kante der Zickzackstreifen kann man entweder schon nach oben bügeln, wenn man sie noch nicht eingeschlagen hat, wie es in der Anleitung steht oder man schlägt sie nach dem Umschlagen nach innen ein – so hab ich es gemacht. So oder so, werden sie noch einmal festgenäht und fertig ist das Unterkleid…

Fast! Vergessen Sie den Saum nicht. Den habe ich einfach zwei Mal nach Innen eingeschlagen.

Das eigentliche Kleid ist so natürlich recht schlicht. Man kann noch diverse Verzierungen anbringen, im Schnitt sind übrigens auch Anleitungen dazu und sogar wie man Spitze häkelt. Ich hatte die Idee, dass man zum Beispiel zwischen die Zickzackstreifen und das Kleid ein Paspelband oder Spitze legt legen kann, die dann nach oben raus schaut. Für mein Modell habe ich aber einfach ein Spitzenband aufgenäht. Der Fantasie sind da sicher keine Grenzen gesetzt.

Ich hoffe, mein kleiner Schnelldurchlauf ist Ihnen, liebe Leser eine kleine Stütze bei der Eigenproduktion. Das einzige, was ich ein wenig unpraktisch finde ist, dass man die Träger nicht verstellen kann. Ansonsten bin ich recht zufrieden mit meinem selbstgenähten Unterkleid:-)

Gefällt Ihnen der Schnitt oder haben Sie auch schon Erfahrung mit ihm gemacht? Vielleicht haben Sie auch Ideen zu Variationen? Scheuen Sie sich nicht zu kommentieren ;-)

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Kommentare

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