Sollten Sie am Sonntagabend keine Lust auf den Tatort haben, aber dennoch ein bisschen Sex&Crime mit einer ordentlichen Prise Gesellschaftskritik nicht abgeneigt sein, dann darf ich Ihnen im heutigen Film-Kurier den Film „Das Mädchen Rosemarie“ aus dem Jahr 1958 empfehlen:

„Rosemarie kommt aus dem sozialen Niemandsland; wir lernen sie kennen, als sie mit ihrem Bruder Horst und dessen Freund Walter, die in den Höfen singen, durch Frankfurt zieht. Sie machen gerade im Hof des Frankfurter Palast-Hotels Musik, in dessen „Blauem Konferenzzimmer“ das „Isoliermattenkartell“ eine Sitzung abhält. Hinter diesem Tarnausdruck verbirgt sich die Arbeitsgemeinschaft einiger großer Industrieller, die in Verbindung mit der Regierung, repräsentiert durch die geheimnisvolle Figur „Eka“ (Eka) an einem wichtigen Projekt arbeiten, über das nicht an die Öffentlichkeit dringen darf.“

… Rosemarie, ist im „horizontalen Gewerbe“ tätig. Sie gelangt so in die Kreise des Isoliermattenkartells und erfährt Dinge, über die besagten Großindustriellen, die sie ihr lieber nicht erzählt hätten. Sie sieht diese Situation als Chance zu Geld zu kommen, geht dafür allerdings einen Pakt mit Fribert, einem französischen Agenten ein, der sich vor allem für die politischen Pläne des Isoliermattenkartells interessiert und ihr empfiehlt die Gespräche mit ihren Freiern auf Tonband aufzunehmen.

Vielmehr möchte ich Ihnen nicht verraten, liebe Leser, vor allem da Sie sicher schon jetzt ahnen, wie es weiter geht. Der Film ist begleitet von Liedern, gesungen von Rosemaries alten Bekannten Horst und Walter, die die Handlung kommentieren und den Blick aus der Geschichte in die Gesellschaft wandern lassen. Es wird so ein Bild des Wirtschaftswunder-Deutschland gemalt, das lange nicht so rosig erscheint, wie wir uns es gerne ausmalen. Sowohl die gelangweilte Upper-Class, als auch Rosemaries Kumpanen handeln nicht gerade im Rahmen moralischer Vorstellungen. Lediglich der Student taucht hin und wieder als „Stimme der Vernunft“ auf, wie Sie sehen werden. Doch auch er hat keine Chance, die Geschichte noch zum Guten zu wenden…

Die Handlung des Films orientiert sich an einer wahren Begebenheit und schon während der Dreharbeiten hatte das Team Schwierigkeiten, Genehmigungen für bestimmte Drehorte in Frankfurt zu bekommen. Insgesamt erntete der Film einige Kritik und wurde nicht besonders euphorisch aufgenommen. Er sei verallgemeinernd und würde dem deutschen Ansehen im Ausland schaden. Dennoch erhielt der Film einige Preise, wie den Preis der deutschen Filmkritik oder 1959 den Golden Globe.

Nadja Tiller (geboren 1929), die wir in der Hauptrolle der Rosemarie zu sehen bekommen, erlebte mit dem Film ihren internationalen Durchbruch. Sie hatte seit 1945 in Wien Schauspiel studiert und bis dahin schon in etlichen Filmproduktionen mitgewirkt. In den 50er und 60er Jahren galt sie neben Sofia Loren als erotischste Frau der europäischen Filmszene. Die Liste ihrer Film- und Fernsehaktivitäten ist lang und die ihre schauspielerische Bandbreite groß. 11 dieser Filme drehte sie mit dem Regisseur Rolf Thiele, der sich in seiner Arbeit gerne humorvoll-satirisch den Themen annäherte und dessen größter Erfolg „Das Mädchen Rosemarie“ war. Weitere bekannte Namen in der Besetzung des Films sind Gert Fröbe als Bruster, der junge Mario Adorf als Rosemaries Bruder Horst und die wunderschöne Karin Baal, die Rosemaries Nachfolgerin auf der Straße verkörpert. Letztere dürfte den Lesern aus einer Reihe Fernsehproduktionen bekannt sein. Sie startete ihre Karriere mit dem Film „Die Halbstarken“ 1956, in dem sie ohne jegliche Ausbildung die Hauptrolle besetzte.

Sie sehen, so leicht kommt man von einem Film zum nächsten. Schrieben Sie mir, wie Sie den Film „Das Mädchen Rosemarie“ finden! Was mögen Sie besonders? Was gefällt Ihnen gar nicht? Ich freue mich über Ihre Zeilen.

Über den realen Fall der Rosemarie Nitribitt können Sie sich in dieser Dokumentation informieren:

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Kommentare

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