Haben Sie schon Weihnachtsgeschenke für alle Ihre Lieben? Im Weihnachtspost vom letzten Jahr, hatte ich ja schon erwähnt, dass Selbstgemachtes von Herzen kommt und einzigartig ist. …Davon mal abgesehen tut oft dem im Dezember ohnehin gepeinigten Geldbeutel gut. Ideen gibt es natürlich viele, aber wie setzt man sie um? Lesen Sie hier meine Top 5 der DIY-Geschenkchen von heute und damals.

Bei der Produktion kann man selbst noch dazulernen und sich mit passender Musik und ein bisschen Weihnachtsambiente in Stimmung bringen. Wer keine Lust hat, allein zu Hause zu werkeln, macht eben ein Geschenke-bastel-Stündchen mit Freunden und heißem Kakao ;-)

1. Badekugeln

Hierfür gibt es unheimlich viele Rezepte. Ich habe dieses hier ausprobiert:

Für eine Kugeln mit dem Durchmesser von 7,5 cm braucht man: 110g Natron, 60g Zitronensäure in Pulverform (beides gibt es z.B. bei DM), 60g Speisestärke, 1,5 TL Wasser, 1 TL ätherisches Öl, 1,5 TL Kokosöl, 1-2 Tropfen Lebensmittelfarbe

Ich hatte diese kleineren Silikonformen zur Verfügung, für die ich jeweils ungefähr die Hälfte der Zutaten benötigte.

Für diese kleineren Formen ist 1 TL ätherisches Öl zu viel, max. 5 Tropfen reichen aus – und dann ist der Duft schon sehr intensiv. Man kann z.B. Lavendelöl, Citronellöl oder andere Düfte benutzen und die Farbe passend dazu auswählen. Vermischen Sie alle trockenen Zutaten, nutzen dafür Sie Glas-, Porzellan- oder Metallgeschirr. In einer getrennten Schüssel werden alle flüssigen Zutaten vermischt, Kokosöl muss vorher durch Erhitzen geschmolzen werden. Geben Sie nun langsam Löffel für Löffel die flüssigen Zutaten zum Pulver. Wenn es schäumt, werden sie noch langsamer. Wenn die Masse die Konsistenz von nassem Sand hat und gut formbar zusammenklebt, drücken Sie sie nach und nach in die Form. Lassen Sie das Ganze über Nacht trocknen. Nach Belieben kann man die Kugeln noch mit getrockneten Blüten z.B. von Lavendel oder Rosen verzieren.

Hier habe ich das Rezept gefunden.

2. Körpercreme

… riecht gut, pflegt gut und man kann es in einem hübsch verziertem Glas verschenken.

Zutaten: Jeweils ein Teil Kokosöl, Sheabutter, Kokosnussbutter und Mandelöl. Alle Zutaten werden zusammen im Wasserbad geschmolzen. Nun wandert die Schüssel mit den geschmolzenen Zutaten in den Kühlschrank. Man könnte sie sicher auch in Förmchen geben und als Lotionsbars verschenken. Für die Creme sollte man die fest gewordene Masse mit dem Handrührgerät oder in einem Standmixer weich und cremig schlagen. Nun kann man noch einige Tropfen ätherisches Öl hinzufügen, je nachdem welche Note man bevorzugt. Orangenöl passt zum Beispiel prima in die Weihnachtszeit.

Gefunden habe ich das Rezept auf diesem Blog, wo es außerdem gute Tipps zum Thema Müllvermeidung gibt.

3. Ein Schlemmerpäckchen

Plätzchen sind natürlich zu Weihnachten allseits beliebt, aber so schnell aufgegessen, dass die Beschenkten wohl kaum länger etwas davon haben. Wie wäre es mit einer Zusammenstellung von Süßem und Herzhaftem für die Woche zwischen den Jahren?

Paprika-Hummus: Sie brauchen hierfür eine rote Paprika, eine Dose Kichererbsen, 2-3 Knoblauchzehen, etwas Olivenöl, Paprika-Pulver, Cayennepfeffer, Salz und einen Mixer. Rösten Sie eine rote Paprika in der Pfanne oder im Ofen bis sie weich und an einigen Stellen dunkel ist. Zusammen mit einer Dose Kichererbsen, etwas Olivenöl, den klein gehackten Knoblauchzehen zu einem Brei mixen. Nun kommen die Gewürze hinzu, pürieren Sie noch einmal und geben Sie die Masse in ein Sauberes Glas mit Dreh- oder Hackenverschluss.

Artischocken-Erbsen-Aufstrich: Ein Glas Artischockenherzen und eine Dose grüne Erbsen werden (ohne Wasser) zu einem Brei gemixt. Ich füge gern noch 1-2 Knoblauchzehen, Pfeffer und Salz hinzu.

Knuspermüsli: 500g Haferflocken, 80g Butter, 80g Zucker, 80g Ahornsirup, 75g Erdnussmus, 2 TL Vanillezucker, 2 Prisen Salz, 1 TL Zimt. Der Ofen wird auf 180 Grad Umluft vorgeheizt und darin derweil Butter, Zucker und Sirup in einer Metallschüssel geschmolzen. Dabei lieber die Schale ab und an herausnehmen und umrühren, damit die Masse nicht schon karamellisiert. In diese geben Sie später das Nussmus und die Gewürze. Verteilen Sie die Haferflocken (nach blieben können auch Nüsse und Rosinen hinzugefügt werden) auf einem Backblech und vermischen Sie sie dort mit der Zucker-Masse. Sie können sie mit einem Löffel unterheben und dabei gründlich verteilen. Dann wir das Ganze 15 bis 20 Minuten gebacken und zwischendurch einmal gewendet. Wenn es goldbraun und der Zucker karamellisiert ist, ist das Müsli fertig. Abkühlen lassen und in einem großen Glas verschenken – Sieht hübsch aus und schmeckt sehr lecker!

4. Makramee-Blumenampel

Makramee ist eine Knüpftechnik für Textilien, die laut Wikipedia ihre letzte Blütezeit in den 70ern hatte. Aber wer richtet sich denn schon nach Trends? Für diese Blumenampel braucht man vielleicht etwas Geschick und Geduld, ist aber sicher später ein schöner Blickfänger im Zimmer. Statt wie in der Anleitung angegeben, kann ich mir auch bunte, schwarze oder weiße Fäden gut vorstellen. Mit einem hübschen Glas und einem Pflänzchen drin, kann dieses Geschenk eigentlich nur gut ankommen!

5. Kaffeewärmer

Ein prima Geschenk für leidenschaftliche Teetrinker und Kaffeekränzchen-Gänger. Falls es dort mal wieder länger dauert, schützt dieser Überzieher die Kanne vorm Kalt werden. Mit seinen Blumenapplikationen ziert er den Tisch rund ums Jahr. Die Herstellung wird in der Zeitschrift „Die schöne Handarbeit von 1951 beschreiben:

„Material: Kräftigblaues, beigefarbenes und kleine Reste rotgetupftes Tuch, Kordel, Tafelwatte, Sticktiwist.“ Achtung! Für das Innenfutter wird ebenfalls Stoff benötigt – siehe unten. Zuerst wird der mit Applikationen verzierte Oberstoff der Kannenhülle gefertigt: Aus dem blauen Tuch 2 Teile, und aus dem beigen ein Teil (hieraus wird später die Applikation ausgeschnitten) nach diesem Schnitt zuschneiden. Er ist ohne Nahtzugabe und da der Kannenwärmer mehrere Lagen hat, ist es ratsam lieber etwas mehr Nahtzugabe einzurechnen.

„Auf eines der blauen Teile das Applikationsmuster mittels Blaupapier übertragen. Dasselbe Muster auf den beigefarbenen Stoff pausen und ausschneiden. Die Ausgeschnittenen Motive sorgfältig den vorgezeichneten Konturen entsprechend auf den blauen Untergrund aufheften. Nun mit hellfarbigem geteiltem Sticktwist alle Ränder dicht mit Langettenstichen befestigen. Aus dem getupften Tuch kleine Kreise schneiden. Diese mit den Blüten aufheften und wie die übrigen Motive besticken.“ Die Applikationsarbeit dürfte je nach Übung einige Zeit in Anspruch nehmen – aber zehn Tage haben Sie ja noch, liebe Leser und der Rest scheint mit ein bisschen Nähkenntnis nicht so kompliziert:

„Die Kannenhüllenteile durch Naht vereinen.“ Damit der Stoff später keine Falten schlägt ist es ratsam in die Nahtzugabe kleine Dreiecken einzuschneiden. Wie das aussieht, sehen Sie hier. „Futterstoff einfügen und zwischen Innenfutter und auswechselbarem Außenfutter Tafelwatte einschieben.“ – Sie haben also insgesamt vier Lagen: Eine Schicht Futterstoff, die die Rückseite der Applikation abdeckt, eine Schicht „Tafelwatte“ (also ein Watte- bzw. Fleecestoff) und weiterer Futterstoff, der mit dem Fleece verbunden ist. „Den unteren Rand der größeren Teile nach innen schlagen und ansäumen. Um die Rundung eine geknüpfte Kordel nähen.“

Hier finden Sie noch Tipps zu den Applikationen:

Haben Sie eine der Anleitungen ausprobiert? Wie kamen die Geschenke an? Erzählen Sie es gern in den Kommentaren!

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