Reim dich oder ich fress‘ dich – so klingen die Texte zu den Liedern, die Sie im Folgenden zu hören bekommen. Sie sind eben deshalb leicht zu merken und haben eingängige Melodien, zu denen man – natürlich – wunderbar tanzen kann. Schon allein deshalb sind sie prädestinierte Ohrwürmer.

Der positive Nebeneffekt: die ordentliche Portion Humor und Ironie macht auch einen schlechten Tag für den Hörer wieder zu einem guten, denn man kommt gar nicht umhin, darüber ein bisschen zu schmunzeln. Wie geht es Ihnen mit den Liedern? Kennen Sie noch weitere Gassenhauer (außer dem kleinen grünen Kaktus), die auf die Liste sollten? Hier ist er nun: Madame LaBizarres Top-10 der ulkigen Lieder.

10. Wie kommt der Lippenstift in Lehmanns Unterbett, 1927

Sie hören eine Aufnahme des Odeon-Tanz-Orchesters mit Alfred Strauss über Mitbewohner-Tratsch vom Feinsten: Was will Herr Lehmann bloß mit einem Lippenstift?

"Wie kommt der Lippenstift/ In Lehmanns Unterbett/ Wie? Wie? Wie?/ Wenn ich doch davon nur/ Ne leise Ahnung hätt‘/ Wie? Wie? Wie?/ Ist so ein kleiner, roter, runder/ Ja dieser Stift, Herr Lehmann, bleibt ein Wunder"

9. Buh Hu, Berlin 1937

Das Stück wird gesungen von Erhard Bauschke. Auch wenn sich der Titel so ließt, liebe Leser – es geht nicht um ein Schlossgespenst…

„Buh Hu – Ich möchte weinen – Buh Hu/ Du liebst schon einen und ich, und ich/ Ich schau nur immer zu/ Buh Hu – ich kauf dir Nelken – Buh Hu/ Sie müssen welken denn du, denn du/ Kommt nicht zum Rendez-Vous/ Betrübt zieh ich nach Haus/ Mit dem verwelkten Blumenstrauß/ Buh Hu – sei nicht so herzlos – Buh Hu/ Mach‘s kurz und schmerzlos und/ Komm, wenn’s geht, heut‘ Abend nicht zu spät“

8. Amalie geht mit’m Gummikavalier, 1927

Das Odeon-Tanz-Orchester spielt den Sommerhit des Jahres und Engelbert Milde singt im Refrain dazu einen Ohrwurm, den Sie nie wieder loswerden:

Den Text zum mitsingen finden Sie hier.

7. Erst trink mit mir ein bisschen Alkohol, Berlin 1928

Hier in einer Aufnahme von Paul Godwin und Orchester und mit Refraingesang übernahm Robert Koppel. Die elegante Variante von „Geh mal Bier holen“…

„Erst trink mit mir ein bisschen Alkohol, mein Schatz/ Dann sag ich dir, Jawohl mein Schatz/ Verlange dann alles von mir/ Ich schenke dir alles dafür/ Erst trink mit mir ein bisschen Alkohol, mein Schatz/ Sei lieb und lad‘ mich ein/ Hab ich n kleinen Schwipps/ N ganz n kleinen Schwipps/ Dann sag auch ich nicht nein.“

6. Max Hansen - Was kann der Sigismund dafür das er so schön ist, 1930

Wunderbar vorgetragen, schmissig arrangiert und einfach zum schmunzeln. Den gesamten Text finden Sie hier. Kennen Sie auch einen Sigismund, liebe Leser?

5. Curt Bois und Greta Keller - Ja, ich hab die Schönheit von Mama, Berlin 1931

Wo wir gerade bei der Schönheit sind: Es gibt nun in dieser Hinsicht offenbar zweierlei Maß. Hier hören Sie die 20er-Jahre Version von Will.I.Am’s „I got it from my Mama“ ;-)

„Wen man Vermögen und Figur hat/ und gute Laune von Natur hat/ dann frag so mancher: Wo hast du das her?/ Bitte, das ist nicht schwer/ Ja, ich hab die Schönheit von Mama/ Ja, ich das Geld von Papa/ Sag ja, sag ja, so sagte jeder der mich sah/ Ja sag ich, nur nicht zu nah/ Ist es die Schönheit, die ihm gefällt/ oder das Geld, wer weiß/ Ja, ich hab die Schönheit von Mama/ Ja, ich das Geld von Papa/ Mir sagt so mancher seit ich Sie sah/ Verblasst das Bild der Mona Lisa/ Seit ich nur einmal Ihr Konto gesehn/ Find‘ ich keinen so schön/ Ja, Sie haben die Schönheit von Mama/ Ja, Sie das Geld von Papa…“

4. Karkoff-Orchester mit Franz Baumann: Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche, 1931

Nun wird es wieder etwas professioneller:

"Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche/ Das hat er schon als Kind so gut gekonnt/ Er macht es so, dass ich mich selber täusche/ Es gibt nichts was mein Bruder nicht vertont/ Er macht das Waldesrauschen/ Er macht den Bogenprall/ Er macht das Küsse tauschen/ Und den Revolverknall/ Mein Bruder macht im Tonfilm die Geräusche/ Das hat er schon als Kind so gut gekonnt“

3. Die Braut vom Alexander, die geh so auseinander, 1927

Diese Aufnahme ist wieder eingespielt vom Odeon Tanzorchester. Diesmal rätselt man über die Figur einer Dame. Stoffwechselkrankheit, heimliche Völlerei oder Schwangerschaft – was würden Sie tippen?

"Die Braut vom Alexander, die geht so auseinander/ Die war doch sonst so dünne/ So dünne wie ne Spinne/ Sie nährt sich nur von Blumenkohl/ Und doch und doch, wie kommt das wohl/ Die Braut vom Alexander, die geht so auseinander/ Wenn ihr nicht bald ne Kur gelingt/ Dann platzt sie unbedingt"

2. Du bist in letzter Zeit so schrecklich blond geworden, 1930, Dol Dauber

Künstliche Blondinen gibt es nicht erst seit Marilyn. Diese Dame scheint aber eher Ver- als Bewunderung mit der neuen Haarfarbe hervor zu rufen:

"Du bist in letzter Zeit so schrecklich blond geworden/ So blond geworden, so blond geworden/ Dein Haar ist gelber als der bleiche Mond geworden/ Mond geworden, wieso?/ Du warst ja früher einmal so schwarz wie die Nacht/ Wer hätte das jemals gedacht?"

1. Der Blusenkauf, Otto Reuter, 1927

Meine persönliche Nummer 1 unter den Schmunzel-Songs in dieser Hitparade. Nur allzu gut kennt man die Situation – vielleicht in etwas entschärfterer Form… Meine Damen und Herren Begleiter, Sie haben mein Beileid ;-)

Den gesamten Text können Sie übrigens hier mitlesen.

Nun, liebe Leser, hoffe ich, dass Ihnen diese kleine Auflistung die Laune gehoben hat. Haben sie Ergänzungen? Welches sind Ihre liebsten Schmunzel-Lieder? Scheuen Sie sich nicht und kommentieren Sie eifrig ;-)

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Kommentare

Ich heiße Helga und bin 31 Jahre alt. Als ich verstand, dass ich zum Trinker wurde, war ich nur 25 Jahre alt. Ich hatte Ehemann, zwei Kinder, das Auto, Geld. Wir reisten, verbrachten viel Zeit zusammen. Und das Leben könnte ziemlich glücklich vorkommen, aber hatte ich 15 Kilo Übergewicht. Ich wollte wieder schlank sein, versuchte, verschiedene Diäten zu halten, aber das war ganz nutzlos und ich fiel in Verzweiflung immer mehr. Ich war müde von Unterernährung und zu wenig Schlaf. Damals war meine jüngste Tochter noch sehr klein und weckte mich in der Nacht. Außerdem dachte ich, dass mein Ehemann liebt mich nicht mehr, und bemerkte, dass er das Interesse für mich verlor und von Zeit zu Zeit sich in den Anblick von schlanken Frauen vertiefte. Ich fühlte gekränkt, war oft eifersüchtig und einmal erfuhr, dass er einen Sprung auf die Seite gemacht hatte. Er hatte ein Verhältnis mit einer hübschen schlanken Kollegen. Zum Glück kam er endlich zurück zu mir, brach die Beziehungen auf der Seite ab, aber im Grunde des Herzens tat es mir lange Zeit weh. Ich erinnere mich, wie habe ich zum ersten Mal nach einem weiteren Skandal zwei Gläser Wein getrunken. Anfangs sah es ziemlich harmlos aus. Natürlich wusste ich damals noch nicht, wozu es führen konnte. AlcoBarrier – meine Bewertung
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geschrieben am Fri, 20 May 2016 18:09:53 von Joan
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geschrieben am Fri, 20 May 2016 13:33:56 von Lorena
A última frase do post, redzuporindo a fala do ministro leva a concluir que o próximo passo da canalha é identificar a perseguir quem não gosta do pt e do governo e não se identifica justamente para não ser perseguido.
geschrieben am Fri, 20 May 2016 00:18:05 von Millie

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