Der Sommer hat zwar mancherorts ziemlich auf sich warten lassen, aber nun ist er wohl auch im Jahr 2016 angekommen! Somit werden sicher viele Leser die Gelegenheit zum Freibadgang oder zum Sonnenbad auf Wiesen, in Gärten und Balkonen nutzen und mancher Glückliche kann vielleicht auch die mediterrane Strandluft genießen, denn „Wie jedes andere Lebewesen braucht auch unser Körper Luft und Sonne.“ Aber natürlich haben wir alle schon davon gehört, und es sicher schon mehrfach in Natura beobachtet, dass „das heute so moderne Braten sowohl der Gesundheit, als auch der Schönheit schadet.“ „Zahlreiche Runzeln und Falten sind der Erfolg einer solchen Schnellröst-Methode.“ Daher folgen hier nun ein paar Tipps von der weisen Frau Aureden, mit denen Ihre Schönheit diesen Sommer gewiss übersteht:

  1. „Meiden Sie direktes Sonnenlicht!“ „Im Halbschatten einer Baumkrone, durch die das Sonnenlicht flimmert und deren Blätter das Übermaß an Licht filtrieren, entsteht eine wesentlich gleichmäßigere braune Hautfarbe als im prallen Sonnenlicht. (…) Die auf diese Weise erreicht Bräunung dringt tiefer in die Pigmentschicht der Haut ein und hält meist viel länger als die im Eiltempo erraffte.“

  2. Sollten Sie aber eine Sonnanbeterin aus Überzeugung sein, so legen Sie Ihr Sonnenbad in die Zeit der Morgensonne. Sie bräunt wesentlich besser als die Nachmittagssonne und wirkt milder als die Mittagssonne, in der man eigentlich überhaupt kein Sonnenbad nehmen soll.

  3. Bewegung: „Das Sonnenlicht bekommt Ihnen viel besser, wenn Sie sich bei Spiel und Sport oder leichter Gartenarbeit tummeln.“

Tipps für das Sonnenbad „im ruhigen Liegen“:

„Das erste Sonnenbad darf nicht länger als zehn Minuten dauern. Von Tag zu Tag können Sie je zehn Minuten zugeben und so Ihren Körper allmählich an die ultravioletten Strahlen gewöhnen. Bleiben Sie aber niemals länger als eine halbe Stunde unbeweglich in der Sonne liegen.“

Eincremen: „Vor jedem Sonnenbad müssen Sie Ihre Haut mit Fettcreme Nuß- oder Olivenöl einreiben. Aber bitte nicht zu dick auftragen, denn das verstopft nur die Poren.“ Edit 2016: Heute gibt es ja jede Menge Sonnencremes auf deren Wirkung man sich gern verlässt. Tatsächlich tragen die meisten Nutzer sie aber viel zu dünn auf. Sonnencreme schützt erst dann, wenn die Schicht „fast unangenehm“ dick ist (…sagt diese Doku). Eine natürliche Variante zum vorherigen „einfetten“ ist Kokosöl, das sogar einen minimalen, wirklich minimalen, natürlichen Lichtschutzfaktor hat.

Das Gesicht muß vor einem Sonnenbad besonders sorgfältig behandelt werden.“ Behandlung heißt in diesem Fall: kein Makeup und ebenfalls eincremen. Frau Aureden empfielt „Spezialöl oder Sonnengelee“…

„Ihre Augen Schützen Sie am besten mit einer guten Sonnenbrille.“ Als urige Alternative werden hier das Auflegen von Watte oder Blättern vorgeschlagen und ausdrücklich vor dem Blick ins Sonnenlicht gewarnt.

„Auf Ihren Kopf müssen Sie, wenn Sie längere Zeit in der Sonne aufhalten, durch einen Strohhut oder Kopftuch schützen. Hitze und Sonne dörren das Haar aus, machen es spröde und glanzlos und oft auch scheckig in der Farbe.“ Edit 2016: Für die Nachbehandlung von Sonnengeschädigten Haaren gibt es in der Drogerie natürlich spezielle Produkte, aber gegen die Trockenheit hilft auch, vor dem Waschen ein wenig einfaches Oliven- oder Kokos-Öl (Olive, Kokos) im Haar zu verteilen.

Und nun noch ein paar Modetipps: „Badeanzüge, die die Figur vorteilhaft modellieren, sind für Luft- und Sonnenbäder ungeeignet, denn jede Einpressung hemmt die Blutzirkulation und behindert die Hautatmung. Bevorzugen Sie daher für diesen Zweck ein Strandkleid, das zwar nett aussieht, aber nicht einengt. Nach einem erfrischenden Bad im Wasser ziehen Sie den nassen Badeanzug aus, trocknen Sie sich gut ab, schlüpfen Sie in einen Bikini und cremen Sie die Haut ein, bevor Sie wieder in die Sonne gehen.“ Ein wenig Inspiration für solcherlei Garderobe bekommen Sie hier:

Alle Zitate aus: Lilo Aureden, Schön sein und schön bleiben, 1958

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