Nachdem ich nun schon einige Zeit in der Stadt mit den angeblich glücklichsten Bewohnern verbringe, wude es am Freitag mal wieder dringend Zeit für einen gepflegten Gruftabend. Über die Veranstaltungsreihe "Totentanz" hatte ich im Vorfeld gelesen, dass sie die Veranstalter nicht als "regular dark night out" konzipiert haben, was ja schonmal eine gute Sache ist.

In der Spilested Stengade im lebhaften Stadtteil Norrebro sollten an diesem Abend drei Bands spielen: Miss Fish and the Drowners, Oracle O. und No More. Bei so einem Programm erwartet man ja schon grundsätzlich nicht wahnsinnig viele Leute, aber für eine Landeshauptstadt wie Kopenhagen hätte ich durchaus etwas mehr Interesse an schwarzem Alternativkram vermutet. Aber auch hier bäckt man abseits vom Mainstream-Goth eben eher kleine Brötchen. Der Stimmung gab dies natürlich keinen Abbruch.

Opener des Abends war Miss Fish mit ihren Drowners, die mit ihrem "Queer electro-new-wave" den Abend grandios eröffnete.

Ohrwürmer, wie "Darkside of the mirror", "The man in the shadow" oder "beauty regime" animierten zum Knochen schütteln - um Miss Fish zu zitieren - und heizten ein für den Rest des Abends.

Im etwas schmutzigen Lifesound gefallen mir persönlich die Songs besser, als in den hier angeführten YouTube-Clips. Es empfielt sich also, sich die Livevideos vom Auftritt in der Spielested Stengade vor 2 Jahren anzusehen ;-)

Zweite Band des Abends waren Oracle O. Weniger tanzbar und stimmungsaufhellend als ihre Vorgänger. Ein Herr an den Instrumenten, eine Dame an den Stimmbändern.

Für mich die grandioseste Neuentdeckung seit einer ganzen Weile und ein fesselder Auftritt dazu. Die Stimmung, die die Musik der beiden verbreitete konnte einen ganz einnehmen und passt für mich persönlich auch sehr gut zur Stadt Kopenhagen.

No More als der Headliner des Abends klangen für mich danach schon fast etwas langweilig, aber je länger sie spielten, desto mehr machte es Spaß ihnen zuzuhören. Der Suicide-Commando-Gassenhauer wurde betont lustlos abgewickelt, dafür machte es wesentlich mehr Spaß dem Duo bei "Dim the lights", "I still bear the scars" oder "Hystria" zuzuhören.

Als Zugabe wurde das Velvet Unterground Cover von "Waiting for the Man" für einen jüngst verstorbenen Freund der Band gespielt, was für mich in Sachen Intensität der Höhepunkt des No More-Auftrittens war.

Die Akkustik der Spillested ist übrigens sehr gut, was die Konzerte noch mehr zu einem Genuss werden ließ. Abschließend bleibt zu sagen: Sehr schöner Abend, mit drei grandiosen Auftritten - der nächste Totentanz ist hoffentlich bald :-)

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Kommentare

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geschrieben am Tue, 14 Feb 2017 20:15:16 von OksanaFut

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