Ist man mit weniger wirklich glücklicher? Wie geht man mit weniger um? Wie baut man überhaupt ab?

Vor ein paar Tagen gab es eine kurze Einführung in die Methode Project333 zur Entschlackung des Kleiderschranks. Phase 1, die ich heute beschreibe, begann ca. 3 Wochen vor meiner Abreise und dem Start meines Selbstversuchs im Project333. Ich nutzte sie um auszusortieren, was ich sowieso schon länger loswerden wollte und erstmal einen Überblick zu bekommen, was so alles da ist.

Meine Wohnung ist nicht besonders groß und meine Klamotten lagern in einem Kleiderschrank, auf einer Kleiderstange und in einer Kommode, nicht zu vergessen, die irgendwann mal aussortierten Schätzchen, die man aber nicht weggeben wollte und erstmal auf dem Dachboden deponierte... Ich hänge an vielen Dingen, auch wenn ich sie schon Jahre nicht mehr anhatte. Und oft sind die Sachen zu gut in Schuss, sie dem Schredder preisgeben zu wollen. Auch wenn ich die Kleider nicht mehr trage, möchte ich doch, dass jemand anderes damit glücklich ist. Deshalb fällt mir persönlich die Trennung manchmal schwer. Andererseits finde ich es schade, wenn die Sachen nicht getragen werden. Und sie sind mir einfach manchmal zu viel: Wer kennt es nicht, das ewige Überlegen vor dem Kleiderschrank, das rumprobieren ohne das man zu einem befriedigenden Ergebnis kommt…

Für das Aussortieren betreibe ich einen Methoden-Mix aus:

Der guten alten Haufen-Methode, mit der man erstmal grob trennen kann, was man nicht mehr haben möchte und was man lieber erstmal behält.

…Und der Liegenlass-Methode: Unsichere Kandidaten gut verstauen und weggeben, wenn man sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht nutzen wollte oder brauchte.

Ich habe für mich festgestellt, dass phasenweises aussortieren, Liegenlassen und Überdenken, um es schlussendlich wegzugeben, zwar eine langwierige Methode ist, aber so entgehe ich dem Mist-jetzt-hätte-ich-es-doch-gern-wieder-Moment. Eine weitere Möglichkeit, die KonMari-Methode hat Marina von Mein.Vorgestern beschrieben.

Natürlich fragt man sich, wenn man es geschafft hat: Wohin mit dem Aussortierten? Hierauf gibt es viele Antworten und sicherlich sind meine nur wenige Beispiele, aber für alle Varianten gilt: Das „Loswerden“ ist mit einem nicht zu unterschätzenden Aufwand verbunden, denn es will erkundet und organisiert sein.

1) An Freunde, Verwandte und Bekannte verschenken, vielleicht im Rahmen eines netten Kaffeekränzchens oder als Geburtstagsgeschenk?

2) Verkaufen – Bringt vielleicht sogar noch etwas ein, allerdings braucht man teilweise einen langen Atem. Die klassische Variante ist der 2nd-Hand-Laden, hier muss man allerdings am Ball bleiben und immer mal wieder nachfragen, ob etwas verkauft wurde. Onlineportale wie Ebay, Kleiderkreisel oder Kleiderkorb sind auch ganz praktisch, allerdings muss man die Stücke ablichten und beschreiben. Und dann noch auf den richtigen Käufer warten… Bei Facebook gibt es mittlerweile viele Verkaufsgruppen, die auch auf speziellere Geschmäcker abgestimmt sind.

3) Kleiderspenden. Ich habe bei den Mädchenhäusern in der Umgebung angefragt, die für ihre Auffangstationen Kleidung gut gebrauchen können. Weitere Anlaufstellen wären Oxfam, Flüchtlingsunterkünfte oder auch etliche Free-Your-Stuff-Gruppen bei Facebook.

Wenn man kreativ sein und den aussortierten Sachen eine zweite Change geben möchte, kann man auch Versuchen, sie zu ändern. Der weite Rock könnte zu einem neuen Bleistiftrock werden, eine lange Hose zur Short, oder man sucht ganz andere Nutzungsmöglichkeiten für die verwendeten Stoffe. Was schon Uroma mit ihren Kleidern gemacht hat, nennt sich Neudeutsch „Upcycling“ und bringt mit ein bisschen Mühe Neues, dass man vielleicht sogar auch verkaufen kann, wenn man es selbst nicht nutzt. Eine ganz schlichte Variante, ein altes T-Shirt umzunutzen, wird zum Beispiel hier erklärt. Dafür muss man wahrlich kein Nähmaschinen-Zauberer sein – bloß ein bisschen um die Ecke Denken.

Welche Stücke ich für meine ersten 3 Monate mit weniger Klamotten ausgesucht habe und warum, können Sie im nächsten Artikel zu "Phase 2: Auswählen" nachlesen.

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geschrieben am Tue, 02 Aug 2016 03:45:54 von online coupon codes amazon

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