Aktuell wird ja das Zivilschutzgesetz heiß diskutiert. Die einen werfen der Regierung Panikmache vor, die anderen lassen sich in Panik versetzen. Hier im Salon darf ich an den Beginn der 60er Jahre erinnern, als man mit der Aktion Eichhörnchen die Bevölkerung angesichts des Kalten Krieges zur Anlage eines Notfallvorrates bewegen wollte. Ratschläge zur Bevorratung wurden, ganz ähnlich der heute online zugänglichen Checkliste, in einer Broschüre veröffentlicht. Den damaligen Kabinettsprotokollen lässt sich entnehmen, das man damals die Hausfrauen zur Broschüre befragte, in deren Aufgabenbereich die Vorratshaltung ja viel. Die Damen äußerten zu 65% Zufriedenheit mit den Vorschlägen, die Frau des Ministers für die Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder hielt sie laut Protokoll nicht durchführbar... Ich persönlich finde ja, dass ein bisschen Vorrat einem vor allem Zeit erspart, die man sonst mit ständigem Einkaufen verbringen müsste. Und Hamsterkäufe sind wahrscheinlich sowieso eher der Lebensmittelverschwendung und Müllproduktion zuträglich – oder was meinen Sie? Wie halten Sie es mit der Aktion Eichhörnchen?

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